Ist Windkraft im Wald schlecht für die Energiewende, weil dafür Wald gerodet werden muss?

Christian Höhle
25.07.2018 16:00

Myhtos

Windkraft im Wald ist schlecht für die Energiewende, weil dafür Wald gerodet werden muss. Jahrhunderte alte Bäume mussen gefällt werden und können dann kein CO2 mehr aufnehmen.

Tatsache

Das ist falsch. Jedes Jahr vermeidet eine große Windkraftanlage deutlich mehr CO2 als die dafür gerodeten Bäume aufnehmen können.

Eine 2,5 MW Windkraftanlage benötigt etwa 0,4 Hektar gerodeter Fläche.
Pro Jahr erzeugt sie 6,5 Millionen kWh Strom und reduziert 4.900 Tonnen CO2 pro Jahr

Ein Hektar Wald speichert pro Jahr etwa 13 Tonnen CO2. Die 0,4 Hektar Wald würden dementsprechend das CO2 in der Atmosphäre um 5,2 Tonnen pro Jahr reduzieren.

Dementsprechend reduziert eine Windkraftanlage etwa 4895 Tonnen mehr CO2 (942mal so viel ) verglichen mit den Bäume auf der gerodeten Fläche.

Natürlich sollte trotzdem eine Wiederaufforstung stattfinden, denn CO2 Reduktion ist ja bekanntlich nicht alles was ein Wald zu bieten hat!

Tags: CO2, Waldrodung, Windkraft
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