Können Erneuerbare Energien einen Beitrag zur Netzstabilität leisten?

Christian Höhle
25.07.2018 14:43

Mythos

Erneuerbare Energien sind nicht regelbar und können somit kein Einfluss nehmen auf die Netzstabilität, Frequenz- und Spannungshaltung.

Tatsache

Das ist falsch. Schon heute tragen Erneuerbare Energien in kritischen Situationen zur Netzstabilität bei, indem sie die die Frequenz und Spannung im Stromnetz kontinuierlich überwachen und sich bei zu viel Erzeugung automatisch trennen, bei Störungen  das Netz stützen oder Blindleistung zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus könnten die Erneuerbaren Energien ebenfalls schon heute die netzstabilisierenden Funktionen konventioneller Kraftwerke wie Spannungshaltung, Frequenzhaltung und Momentanreserve  durch Nachbildung der rotierenden Massen der Kraftwerke vollständig übernehmen.

 Was heute bereits mit Solarwechselrichtern und in ähnlicher Form auch durch die Windkraft möglich ist, zeigt eine Information der SMA Solar Technology AG:

https://www.sma.de/partner/expertenwissen/sma-wechselrichter-als-netzmanager.html

Die zukünftigen Potentiale Erneuerbarer Energien auf die Momentanreserve zeigt diese DENA Studie:

https://shop.dena.de/sortiment/detail/?tx_zrwshop_pi1[pid]=482

Tags: Frequenzhaltung, Netzstabilität, Regelbarkeit, Spannungshaltung
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